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Vereinsreise 2010
News Verein
Montag, den 11. Oktober 2010 um 19:00 Uhr

Ende Saison war es wieder einmal soweit - die mutigsten Turnerinnen und Turner des Vereins packten ihre Rucksäcke und verbrachten ein Wochenende in der rauen Natur.

Auch dieses Jahr war wieder nicht so ganz klar, was denn eigentlich für ein Reischen ausgeheckt wurde. Die durchgesickerten Informationen klangen jedenfalls abenteuerlich.. es war die Rede von Aktivitäten im Wasser und Übernachten im Zelt – das wäre soweit total in Ordnung, hätte sich der Sommer nicht schon vor Wochen verabschiedet! Schlussendlich liessen sich aber trotz dieser Vorinformationen eine muntere Mischung an Wagemutigen auf diese Sache ein und reisten gemeinsam mit dem Zug nach Solothurn. Gewisse Personen (eigentlich war es nur einer, aber wenn man in plural schreibt, fragen weniger Leute nach konkreten Namen) hatten noch mit den Auswirkungen vom vorherigen Abend zu kämpfen und stiessen mit leichter Verspätung zum Rest der Delegation. Nach der Zugfahrt wurde als erstes die Koffeinsucht gestillt und die Altstadt von Solothurn bestaunt. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und animierte zu Grosstaten. Entsprechend motiviert ging es danach zur Sache, als es hiess, dass wir das nächste Teilstück mit Fahrrädern meistern werden. Kurze Zeit später machte eine Horde von mehr oder weniger begabten Velölerinnen und Velölern die Gegend rund um Solothurn unsicher.

 

Besonders im Kreisverkehr gab es zwischendurch Gehupe und wild gestikulierende Verkehrsteilnehmer. Auch nicht ganz einig war man sich bei der Diskussion, ob die Sattelhärte jetzt gut oder schlecht für den Knackpo ist. Den ersten Zwischenhalt machten wir dann in einer Beiz mit dem verlockenden Namen „zum grünen Affen“. Dort gab es zwar Störche und auch feines Bier, aber Affen habe zumindest ich keine gesehen. Mit frischer Energie düsten wird dann weiter der Aare entlang, durch Felder und Wälder Richtung Biel wo wir unsere Drahtesel abgeben und die Dehydration wieder ausgleichen konnten.

 

Die kurze Pause in Biel wurde ausserdem genutzt, um die Beine etwas zu lockern und lokale Spezialitäten (Kebab) zu kosten. Sichtlich zufrieden mit der erbrachten Leistung und gut gelaunt, ging es dann weiter Richtung Sutz, wo wir unser Nachtlager vorfanden. Die Vorinformation war richtig – wir bezogen Zelte! Zur Freude aller waren dies aber isolierte hightech-Tipis an denen sogar Winetou seine Freude gehabt hätte. Danach gab es einen kurzen Spaziergang mit Ausblick auf den Bielersee und schliesslich landeten wir in einem gemütlichen Restaurant wo ein Apéro und anschliessend ein feines Essen auf uns wartete. Es wurde viel diskutiert, viel gelacht und der Tag neigte sich langsam dem Ende zu. Eine kleine Splittergruppe setzte sich dann vom Tross ab und stürzte sich ins Bieler Nachtleben. Da der Schreiberling den Verlockungen der Party-Stadt Biel nicht wiederstehen konnte, bleibt an dieser Stelle ungeschrieben, was an diesem Abend in Sutz noch so alles passierte. Dafür sei erwähnt, dass die „jungen wilden“ Biel mächtig rockten und sich an einer Minimal-Party die restliche Energie aus dem Leib schwitzte.

 

Wenige Stunden nach der Heimkehr war dann auch schon wieder Tagwach. Zu Fuss ging es Richtung Nidau, wo wir uns ab einem seltsamen Schauspiel amüsieren konnten: ein offensichtlich überforderter und gestresster Musiker unterhielt mit seiner Toberei den halben Verein – zum Glück wollten wir nicht Musik hören, sondern unsere Fähigkeiten als Kanuten unter Beweis stellen. Es hiess also Badehose montieren, sich mit einem Ruder ausrüsten und dann ab ins Wasser. Die beiden Instruktoren erklärten uns, wie das mit dem Padeln genau funktioniert und schon kurz später gab es den ersten Wettsteit, welches Boot wohl über die flinkere Ruder-Crew verfügt. Schon nach wenigen hundert Metern merkten wir, dass so eine Fahrt zwar wunderschön ist, aber das Rudern halt nicht von selber geht. Ich weiss von Personen (auch hier wird wieder absichtlich die plural Form gebraucht) welche am nächsten Tag von üblem Muskelkater geplagt wurden. Nach einer famosen Padlerei und viel Einsatz betraten wir nach rund zwei Stunden in Büren wieder festen Boden. Wenn man den Instruktoren glauben darf, waren sie noch mit keiner anderen Gruppe jemals so schnell im Ziel – aber sind wir ehrlich: die Turnerinnen und Turner des TV-Bönigen sind ja auch nicht aus Guggelhopf – eine solche Aussage sollte daher nicht gross verwundern und zeigt, dass sich unser Training offenbar lohnt.

 

Müde aber total zufrieden traten wir nach einem Abstecher in ein nettes Restaurant die Heimreise an. Wie immer nach einer Vereinsreise, schliefen die meisten schon nach wenigen Minuten im Zug friedlich ein und erwachten erst wieder als es „umsteigen“ respektive „aussteigen“ hiess.

Ein herzlicher Dank geht an Monja und Krümmel für die Organisation, Ruhm und Ehre gilt denen, die sich dem Abenteuer selbstlos hingaben und den Ausflug zu einer runden Sache gemacht habe - mit Vorfreude erwarten wir schon die nächste Ausgabe!